WOLFGANG ANDREAS - 12 000 km  KREUZ UND QUER DURCH EUROPA AUF ALTEN JAKOBSWEGEN

Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark,Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Österreich, Italien, Vatikanstaat, Russland, Polen - alles zu Fuss!




                     

Laufen konnte ich schon immer ganz gut. Als Vertriebener aus der schlesischen Heimat, als Pfadfinder, als Lehrer, als Sportler - immer habe ich mich und meine Umgebung ans Laufen, nicht ans Spazieren gebracht. Die Reise zu Fuß ist  - wenn möglich - das Wahre! Leib, Seele und Geist - näher können sie der Natur nicht sein! 

Als mir mein Arzt nach der Pensionierung dringend riet einen Hund zu kaufen, um damit täglich einige Zeit zu laufen… war ich etwas hilflos, denn im Moment kann ich noch keinen Hund beschäftigen, werde aber ständig durch meinen inneren Schweinehund vom Laufen abgehalten.

Ich beschloss, mich also unter Druck zu setzen und pilgerte in 101 Tagen den Jakobsweg / Jakobusweg von Paderborn nach Santiago de Compostela (Limovicensis). Schon wieder kamen die Leute mit dem Hund um die Ecke, bis ein Tierkenner die weisen Worte von sich gab: Der arme Hund! Er hätte Recht behalten! Der Pilgerweg von Paderborn über Brilon-Linz-Daun-Luxemburg-Troyes-Autun-Vezeley-Nevers-Périgueux-Bergerac-St. JeanPied de Port-Pamplona und dann der Camino de Santiago selbst, machten mich wieder gesund!

Fast 3000 Kilometer zu Fuss!

Nun,  im Frühjahr 2004,  stellten sich die selben Zipperlein wie 2000 ein: Wer rastet - der rostet eben! Das Laufen hatte mich damals schon gesund gemacht, warum nicht wieder? Wieder ging ich als Pilger los. Nicht so wie der "moderne Pilger" Hape Kerkeling: lange schlafen, fein essen, keine Pilgerunterkünfte und mal mit dem Bus... Ich wollte mich auch ein wenig quälen! Kerkeling gilt der Dank, mit Hilfe der 4. Staatsgewalt den Jakobsweg so populär gemacht zu haben, dass ihn alle laufen wollen. Und das ist schliesslich eine gute Sache. Denn wen der Heilige Jakob mit dem "mentalen Kick" auf dem Weg letztlich beglückt - bleibt immer noch Sache des Heiligen Jakobus!

Der alte "Heide" Johann Wolfgang von Goethe hatte vor über 200 Jahren neidlos schon den Satz geschrieben: „Europa ist auf der Pilgerschaft  geboren, und das Christentum ist seine Muttersprache.“

Hier konnte ich ansetzen und meinen kleinen Beitrag für die beschämende momentane Diskussion über das Wesen unseres Kontinents, z.B. über den Inhalt der Europäischen Verfassung, beisteuern. Auf Schritt und Tritt  begleitet doch den Wanderer durch unseren Kontinent das Christliche in Bauwerken und menschlichem Handeln. Und dann wollen unsere Politiker dieses neue  Europa nur auf dem Euro aufbauen? Wer dieses christliche Fundament Europas durch Aussparung des Gottesbezuges in der Europäischen Verfassung leugnet,  zugunsten vielleicht eines  wolkigen Begriffs von „Sozialistischem Multikultistaat“, wird mit diesem jämmerlichen Gebilde scheitern – es fehlte ihm, wie es im Faust (der Tragödie erstem Teil) heißt : „...nur noch das geistige Band.“ Soll wirklich der Euro das geistige Band unseres Kontinents sein? Noch sieht es danach aus!

Meinem Namen  verdanke ich die Idee,  über Europa ein Andreaskreuz zu wandern. In Paderborn startete ich am Karfreitag im Jahr 2000 zu dem 3000 Kilometer langen Marsch über den Jakobsweg nach Santiago. 2004 lief ich dann 6000 Kilometer vom wirklichen (nicht dem touristischen!) Nordkap in Norwegen, bis zur letzten südlichen Spitze Siziliens, dem Capo delle Correnti.

Nun fehlte mir nur noch der östliche Balken des St. Andreaskreuzes: Russland bis Paderborn.Ich habe ihn im Jahre 2007 gelaufen!:

St.Petersburg(Russia)-Estland(Estonia,Eesti)-Lettland(Latvija)-Litauen(Lietuva)-Polen(Polska)-Schlesien-Mitteldeutschland - bis zum Dom von Paderborn und nach Hause nach Brilon - Altenbüren. Ich kam dabei durchfolgendeOrte:St.Petersburg-Narva-Sillamäe-Kuremäe-Tartu(Dorpat)-Pärnu-Riga-Bauska-Pasvalys-Panevezys-Siauliai-Kedainiai-Kryziu-Kalno-Palendriai-Kelme-Pastuva-Kaunas-Marijampole-Suwalki-Augustow-Ogonki-Wolfsschanze-Ketrzyn-SwieteLipka(HeiligeLinde)-Allenstein(Olsztyn)-Gietrzwald(Dietrichswalde)-Ostroda(Osterode)-Ilawa-Torun(Thorn)-Czestochowa-Olesno(Rosenberg)-Kluczbork(Kreuzburg)-Laskowice-Olesnica-Wroclaw(Breslau)-Jakubow-Polkowice-Legnica(Liegnitz)-Gromadka-Boleslawiec(Bunzlau)-Nowogrodiec-Luban(Lauban)-Zgorcelec(Görlitz)-Peitz-Lübbenau-Lübben-Schlepzig-Krausnick-GrossKöris-Königswusterhausen(KWH)-BerlinZehlendorf-Potsdam-Werder/Havel-Brandenburg-Kirchmöser-Wusterwitz-Genthin-Burg-Magdeburg-Irxleben-Erxleben-Helmstedt-Königslutter-Braunschweig-Schellerten-Hildesheim-Nordstemmen-Bodenwerder-BadPyrmont-Schieder-Schwalenberg-Steinheim-Horn-BadMeinberg-Schlangen-BadLippspringe-Marienloh-Paderborn-Etteln-BadWünnenberg-Alme-Brilon-Altenbüren.

In Sankt Petersburg brach ich Anfang Juli 2007 auf und beendete die Pilgerreise nach fast 3000 Kilometer am 19. Dezember 2007 in Brilon-Altenbüren.  Meine Erlebnisse, meine Abenteuer, meine Ausrüstung, meine Freuden und Leiden finden Sie auf dieser Homepage. Jeder Tag ist dokumentiert. Hunderte von Bildern sind schon ins Netz gestellt: Berauschende Landschaftsbilder, Bilder mit Menschen die mir halfen, die mit mir feierten, die mich überfielen..."Ein grosser Film",  wie die Jugend heute sagt. Ab Januar 2008 gehe ich in Klausur und schreibe mein Buch zuende. Beim "Mitlaufen" wünsche ich Ihnen viel Vergnügen.

 

                                

(Wie öffnet man die einzelnen Pilgerwege?: Nachdem die Homepage sich geöffnet hat, erscheinen  nach einiger Zeit,  je nach Schnelligkeit des PC`s, auf dem linken Balken Piktogramme; das gewünschte bitte anklicken!  Nr. 2 ist der Weg nach Santiago, Nr. 3 Nordkap-Sizilien, Nr.4 St.Petersburg-Paderborn-Brilon-Altenbüren, Nr.5 ist das Gästebuch usw.. Diejenigen, die diesen Hinweis überflüssig finden, verzeihen mir bitte. Es gibt eben Menschen, die dieses Medium noch nicht so fließend bedienen können. Danke!)

MATER PERFECTAM HABEBIT CURAM


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Jakobspilger Wolfgang Andreas (www.andreas-kreuz.de) unterwegs bei Kabli in Estland